Die Entstehung des Schlagzeuges kam erst durch die Erfindung des ersten Base-Drum-Pedals im Jahre 1887 durch J.R.Olney zustande. Im Jahre 1899 folgte nun die Herstellung des ersten Serienproduktes durch William F. Ludwig. Kurz darauf folgten die "No-Drumming-Laws" in den USA. Dieses Gesetz verbot es den afrikanischen Sklaven ihre traditionellen Handtrommeln zu spielen. Dies führte dazu, dass die afrikanischen Rythmen auf europäischen und orientalischen Schlaginstrumenten gespielt wurden. Das erste komplette Schlagzeug kam 1918 durch die Ludwig Drum Corporation in den Handel.
Wie in vielen Wirtschaftsbranchen setzten sich auch in der Schlagzeugherstellung und -vertrieb Internationalisierung und Globalisierung durch. Bis in den 1960er-Jahre kamen die Spitzenprodukte vor allem aus der USA, Grossbritannien und Deutschland.
Ab den 1960er-Jahren machten Billigprodukte zunehmend Konkurrenz. Sie kamen zunächst aus Japan, später aber auch aus Taiwan und Südkorea. Aber in den 1970er-Jahren boten auch schon Japan und Taiwan Spitzenprodukte an, wie zum Beispiel Tama oder Yamaha. Sie bedrängten die Spitzenprodukte aus England, America und Deutschland auf dem Markt und übernahmen schließlich große Marktanteile der traditionellen Hersteller.
Im Laufe der 1980er-Jahre wurde Taiwan immer mehr zum günstigst produzierenden Hadware-Zulieferer. Sie lieferten zu fast jedem Schlagzeughersteller auf der Welt. 1990 drehte sich das internationale Abhängigkeitsverhältnis um, da ehemalige Spitzenproduzenten in die Abhängigkeit früherer Billigproduzenten kamen.
Auch Brasilien drängt in jüngster Zeit mit preisgünstigen Schlagzeugen in hoher Qualität der Marke RMV auf den internationalen Markt.